Präsenzunterricht oder Online?

Panik im Präsenzunterricht

Immer wieder stellt sich die Frage nach dem Sinn von Präsenzunterricht oder Online Unterricht. Wie im Beitragsbild (vielen Dank, liebe Helena!) ersichtlich könnte das panische Blicke und Angst hervorrufen. Hier vereinfacht visualisiert eine Attacke mehrerer grüner Klettix-20 Viren auf den Mundschutz einer Schülerin während des Unterrichts!

Liebe Freunde, liebe Gitarrenschüler und deren Eltern!
Präsenzunterricht oder Online? Für mich geht es jetzt in die vierte Woche des Online-Gitarrenunterrichtes. Dabei konnte ich in den letzten Wochen sehr viele Erkenntnisse sammeln, die Ich Euch hiermit auch zukommen lassen möchte.

Leider ist die Möglichkeit, über Online-Conferencing Software Unterricht abzuhalten durch viele meiner Kollegen negativ behaftet. Da funktioniert tatsächlich nur der Präsenzunterricht. Auch die Lösung mancher Schulen über ein Microsoft-Produkt zu unterrichten hinterlässt oft einen bitteren Nachgeschmack. Warum ist das so? Meine persönlichen Auswertungen ergeben dies:

WLan oder Kabel?

• Ruckelnde und/oder asynchrone Bildfolgen sind hauptsächlich durch WLAN-Verbindungen verursacht.
Die Verwendung eines handelsüblichen Netzwerkkabels gewährleistet immerhin einen durchgängigen Stream mit deutlich niedrigeren Latenzen. Denn das Signal durchläuft die Wandler zur Funkstrecke und wieder zurück. Das heisst nicht, dass die Verbindung nicht superschnell sein kann, sie unterliegt lediglich einer Verzögerung. Bei Instrumenten- Gegenverbindungen ist das deutlicher wahrnehmbar als z.B. bei reinen Sprechverbindungen. Wenn der WLan Router dann auch noch 3 Zimmer entfernt in einem anderen Stockwerk liegt …

Kamera ist nicht gleich Kamera

• Verschwommene Bilder sind vom Können Deiner Kamera abhängig. Leider hat die Erfahrung gezeigt, dass gerade Laptops gern Kameramodule mit total veralteten Bildsensoren verwenden. Das ist leider am falschen Ende gespart. Je hochwertiger die Kamera, desto besser kann sie dann auch mit schlechter Ausleuchtung umgehen. Also: je besser das Licht und die Kamera, desto besser wird die Kommunikation funktionieren.

Hifi oder LoFI?

• Schlechte Audioverbindungen gehören nach meiner Erfahrung, zumindest bei Zoom, der Vergangenheit an. Natürlich ist auch dieser Service zunächst auf Sprache optimiert, läßt sich aber mit ein paar Klicks auf unsere Unterrichtsbedürfnisse perfekt anpassen.
Wenn der Schüler mich dann immer noch nicht gut hört, hat er vermutlich die empfohlenen Kopfhörer nicht aufgesetzt. 🙂 Und nach wie vor gilt: je näher Du mit Gitarre und Sprache Deinem Mikro bist, desto besser kann ich Dich hören und auf Dich eingehen. Fünfmal nachfragen zu müssen ist nicht nur nervig, sondern auf Dauer auch echt anstrengend!
Ach ja, Zoom hat das Update auf Version 5 mit besserer Verschlüsselung angekündigt. Somit kann die NASA unseren Unterricht wahrscheinlich nicht mehr abhören 🙂

Perfekter Online Unterricht

Zusammengefasst:
Perfekter Unterricht über Onlineverbindung ist definitiv möglich, und zwar so:
• Vernünftige Webcam und gutes Mikro auf beiden Seiten
• Gute Onlineverbindung über LAN Kabel
• Unterricht über Laptopmonitor oder HD-Fernseher praktizieren
• Kopfhörer einsetzen.
siehe auch in meinem LETZTEN ARTIKEL

The safe way

Warum ich das schreibe? Präsenzunterricht oder Online?
Nun, ich gehe im Augenblick davon aus daß der Onlineunterricht bis auf weiteres der vernünftigste und sicherste Weg ist, meinen Gitarrenunterricht abzuhalten. Das ist definitiv safe! Natürlich wäre der persönliche Kontakt “so wie früher” schön, aber diese Zeiten sind vorbei. Ich füge am Ende des Artikels ein offizielles Dokument der “Deutschen Gesellschaft für Musikphysiologie und Musikermedizin e.V.” an, welches meine Bedenken zum Thema “Präsenzunterricht” zu 100% untermauert. (Vielen Dank an Michael Herrmann für’s Zusenden).

Risiko nicht absehbar

Die Infektionsgefahr ist nicht vorüber. Zwar ist das Risiko gering, aber mir persönlich reicht ein einziger mit Corona infizierter “Gast”, um Euch und auch mich und meine Familie unnötig zu gefährden. Nach offiziellen Erkenntnissen (H. Drosten) liegt die Infektionsmöglichkeit zu 10% bei sog. “Schmierinfektion”, die über die Hände übertragen wird (kann durch Händewaschen auf ein Minimum reduziert werden). 45% können durch Tröpfchen beim Sprechen oder Singen, Husten, Niesen übertragen werden (würde durch Einsatz von Mundschutz und Plexiglaswand auf ein Minimum reduziert). Die restlichen 45% können durch sog. “Aerosole” übertragen werden, die beim Sprechen oder Singen bis zu 16 Stunden in einem Raum stehen bleiben können. Und da hilft nur Abluft über Ventilatoren nach oben oder permanenter Austausch mit Frischluft. Versteht sich, daß sich keine der Personen im Windschatten der anderen befinden darf. Und das ist der Punkt, den ich leider an keiner mir bekannten Location gewährleisten kann.

Der Zufall erhärtet die Annahme

Die praktische Erkenntnis erlangte ich so: meine ältere Tochter hat eine stark parfümierte Handlotion verwendet. Wir öffneten alle Fenster in der Nähe des Raums um den intensiven Geruch auszulüften (Hundi ist da nicht so begeistert).
Als ich ca. 1h später aus meinem Tonstudio wieder in den ersten Stock kam, war der Geruch immer noch deutlich wahrnehmbar. Aerosole sind hartnäckig.

Jeder vierte Schüler …

Auf den Unterricht bezogen heisst das für mich min. 2h Lüften nach jedem Schüler, arbeiten mit Maske / Trennwand + zusätzlichem Abstand von 1,5-2m (Fernglas um Deine Finger zu sehen?) und gründliches Desinfizieren nach jedem Schüler. Jeder vierte Schüler könnte dann mit minimierten Risiko Präsenzunterricht mit mir machen. Die anderen 75% machen dann was genau …?!?

Präsenzunterricht oder Online-Unterricht? Sorry, aber ich bleibe erstmal bei meiner Online Lösung. Bei mir seid Ihr SAFE. So kann ich mit Euch allen (auch Gruppenunterricht) vernünftig weitermachen, und Eure Resonanz darauf ist ja auch durchaus positiv. Ich möchte Euch nur alle bitten, auch Eure Seite der Onlineverbindung zu optimieren. Eine vernünftige Webcam kommt Euch auch in anderen zukünftigen Belangen zugute. Von meiner Seite aus bekommst Du HD- Qualität mit Sound und Video – Du musst sie nur für Dich optimieren. (Ein 3cm großer Jörg mit 4mm großen Fingern auf einem Handydisplay kann nicht ernsthaft Deine Lösung sein, oder?)

Positive Seiten

Positiv am Online-Unterricht ist ganz klar die Möglichkeit, die Unterrichtsstunde aufzuzeichnen. Das ist ein ganz klares Plus an der Sache, die einige von Euch schon regelmäßig einsetzen (mit der Desktop-App problemlos möglich). Auch lassen sich unterrichtsbezogene Dokumente verschicken, oder man guckt zusammen in einen Song auf YouTube oder hört sich eine Audiodatei an. Und das daheim bei Dir in Deiner “Comfort Zone” ohne Anfahrt. Könnte schlimmer sein, oder?

Präsenzunterricht oder Online? Hier meine Antwort: Gerne bin ich auch wieder persönlich für jeden von Euch verfügbar, sobald medizinisch bestätigt ein ganz normaler Unterricht ohne Sicherheitsmaßnahmen wieder möglich ist. Sehr gerne sogar. Aber solange wir ohnehin eine Scheibe dazwischen haben müssen, wähle ich die Scheibe meines Monitors.

Offizielles Dokument

HIER DER LINK ZUM PDF DOKUMENT von der Deutschen Gesellschaft für Musikphysiologie und Musikermedizin e.V.

“Musizieren während der SARS-CoV-2-Pandemie Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Musikphysiologie und Musikermedizin (DGfMM) zum Infektionsschutz beim Musizieren” (Stand 14.05.2020)

Eine neue Ära beginnt

Eine neue Ära beginnt: nachdem ja viele von Euch im Homeoffice arbeiten, oder Kids haben die Online-Schularbeiten ausführen sind die technischen Gegebenheiten ja da.

Online-Gitarrenunterricht – das ist eine Vorstellung von stockenden Bildfolgen und vorauseilenden Audiosignalen. Aber das war gestern. Wie schon in meinem letzten Artikel angedeutet, arbeite ich an einer professionellen Lösung. Hat geklappt!

Arbeiten mit Zoom

Über die Software ZOOM habe ich die ideale Möglichkeit gefunden, Online Unterricht in hoher Qualität auszuführen. Bild und Ton sind zu 98% der Online Session synchron. Ich habe die Gitarren direkt in ein USB Mischpult eingestöpselt – aber mache Dir selber ein Bild! Denn mal ganz ehrlich, so richtig gemütlich sind die Kontaktbedingungen mit Mundschutz und Glasscheibe eher nicht.

Fühl Dich wohl!

Ich möchte, daß sich meine Schüler im Unterricht wohl fühlen und das geht von daheim aus mit Sicherheit sehr gut. Meinen guten Namen habe ich mir über jahrelangen, hochqualitativen Unterricht erarbeitet. Mit dieser Lösung, so finde ich, kann ich das weiter aufrecht erhalten.

Verbesserungen gibt’s auch!

Und vielleicht sogar noch verbessern;
Mein Online Raum bietet Dir als Schüler die Möglichkeit eines Mitschnitts, ich kann Dir direkt Dateien in einem Chat Window schicken oder zu Demonstrationszwecken (z.B. etwas in Guitar pro, Riffstation oder im Internet zeigen) meinen Bildschirm mit Dir teilen. Schau mal, hier kannst Du beurteilen, wie das aussieht. Dieses Video habe ich per Mitschnitt erzeugt:

Mitschnitt aus meinem Online-Klassenzimmer. Genau so wird das dann sein!

Technische Empfehlungen:

Um eine OPTIMALE Umgebung für den Online Unterricht dieser zu schaffen empfehle ich Dir folgendes:

iPhone

• Iphone User können gern ihr mobiles Phone verwenden, die Qualität in den Tests war stets sehr hoch. Meines Wissens lassen sich diese Geräte per Adapter mit HDMI Monitoren verbinden. Je größer, desto besser.

Laptop / Desktop

• Desktopcomputer oder Laptops – checkt eure Kamera! Gerade in älteren Laptops sind oft furchtbare Kameras verbaut. Also bestelle Dir vielleicht eine bessere WebCam!

Verbindungen

• Internetverbindungen – möglichst per LAN Kabel verbinden. Wlan stellt wieder eine weitere Hürde in der Verbindungsgeschwindigkeit dar.
• Audioverbindungen: Leider haben wir als Musiker sehr hohe Grundanforderungen an die Soft- und Hardware. Während bei reinen Sprachkonferenzen ein gebräuchliches Headset prima funktioniert, nimmt dessen Mikrofon die Gitarre doch leider nicht ausreichend auf. Abhilfe kann ein USB-Podcast Mikro schaffen, das vor DIr auf dem Tisch steht.

Optimale Qualität

Optimale Qualität erreichst Du (und so habe ich es gelöst) mit einem USB-Mischpult, in das Du dein Sprechermikro UND Deine Gitarre einstecken kannst.

Und so treffen wir uns:

Eine neue Ära beginnt, und so treffen wir uns: ZOOM Client App herunterladen und installieren, meine Raumnummer und Passwort eingeben (im Zweifelsfall bitte per Mail oder WhatsApp erfragen). Dann zur vereinbarten Zeit in meinen Unterrichtsraum kommen!

Ich freue mich auf Euch,
liebe Grüße vom

Jörg

Schrittweise in die Normalität?

Covid-19

17.04.2020 – Liebe Freunde, liebe Schüler,
schrittweise in die Normalität – was bedeutet das jetzt genau? Wie versprochen kommt hier ein Update zum weiteren Vorgehen in Sachen Unterricht. Dieser Artikel stellt nur meine Vorgehensweise dar und läßt keine Ableitungen auf andere Unternehmen zu.

Dankeschön!

Zuerst möchte ich mich ganz herzlich bei Euch allen bedanken – für Eure Solidarität und Unterstützung im März. Ohne Eure finanzielle Mithilfe wäre ich wohl nicht so glimpflich in den April gekommen. Vielen vielen Dank!

Wie Ihr ja bemerkt haben werdet, habe ich im Monat April keine Lastschriften eingezogen. Das wurde durch das Soforthilfeprogramm der Regierung möglich. Natürlich ist das eine moralische Frage und ich für mich persönlich finde es nur fair, für nicht geleistete Arbeit auch (wenn möglich) meine bestehenden Verträge zu pausieren.

Herr Söder sagt …

Nach der Rede von Herrn Söder vom 16.04.2020 haben wir den aktuellen Verlauf nur unserer eigenen Disziplin und dem social distancing zu verdanken. Zwar lassen die Infektionszahlen Hoffnung auf eine baldige Normalisierung in Bayern zu, aber wir dürfen jetzt nicht zu unbedarft mit der Situation umgehen. Jeder zu schnelle Schritt zurück ins normale Leben kann uns gaanz schnell zurückwerfen und die Sache verschlimmern.

Sicher ist …

Sicher und bestätigt ist bisher, dass offiziell Schulen und Musikschulen nicht vor 03.05.2020 geöffnet werden. Geplant ist, danach bei Vorlage eines Sicherheits- und Hygienekonzeptes nach einzelner Prüfung bedingt ins normale Leben zurückkehren – zuerst Prüflinge und Abiturienten, für alle anderen Schüler werden noch Verlautbarungen der Regierung erfolgen. Sicher habt Ihr der Rede ja ebenfalls entnommen, dass einzelne Läden und Friseure erst nach Vorlage eines Konzeptes bald öffnen dürfen.

Wozu das alles?

Warum ich das alles schreibe: für mich im Einzelunterricht ist es schlicht unmöglich, nach jedem Schüler den Raum ausreichend zu lüften bzw. alles für den nächsten Schüler vorzubereiten und zu desinfizieren. Auch glaube ich, dass ein face-to-face Musikunterricht mit Mundschutz ganz sicher kein Vergnügen ist.
Und während bei “normalen” Schulen ja angedacht ist, immer dieselben (deutlich verringerten) Schülerzahlen in einer Art “Schichtbetrieb” zu unterrichten, kann ich leider für Eure Sicherheit nicht garantieren. Dafür kommen alle meine Schüler aus zu vielen Altersschichten.

Selber schlau sein!

Herr Söder bekannte gestern in seiner Rede, dass auch er nicht alle Antworten hat. Wir müssen selbst schlau sein und einen sicheren Weg einschlagen; für Euch und auch für mich und meine Familie.

Der Jörg-Plan

Deshalb biete ich Euch folgenden Plan an:

20.04. – 26.04.2020
Aus technischen und wirtschaftlichen Gründen – lasst uns die folgende Woche noch nutzen, um uns auf den Online Unterricht vorzubereiten. Vernünftige Webcam, Laptop oder Desktop Computer, Lan Kabel statt WLan. Und eine Internetanbindung mit vernünftigen und stabilen Uploadraten. Kopfhörer und ein Tischmikro sind gute Voraussetzungen für vernünftiges Arbeiten. (Headset ist vielleicht ungünstig, weil ich von Deiner Gitarre nichts höre). Ein möglichst großer Monitor erleichtert die Sache auch ungemein.

27.04-30.04.2020 (Freitag ist Feiertag)
Testwoche. Ich werde Montag – Donnerstag in der Zeit zwischen 17 Uhr und 18 Uhr online in meinem virtual Classroom für Euch da sein. Um Fragen zu klären, um auszuprobieren. Guckt im Internet bei der Firma “ZOOM”, ladet Euch schonmal die Client App herunter. Ihr findet mich im Raum >>2309196720<<. Den habe ich für Euch gemietet. Die Qualität des Unterrichts ist wirklich gut, wie wir in diversen Versuchen schon feststellen konnten. (Wollt’s nur gesagt haben: ich hab eine Menge Geld ausgeben müssen, damit das so richtig funktioniert!!!)

Ab 04.05.2020:
Schrittweise in die Normalität: Online Unterricht zu den gewohnten und vereinbarten Zeiten. Und zwar solange, bis Herr Söder den “Normalstatus” ausruft und wir uns ohne besondere Schutzmaßnahmen wieder begegnen können. (Wenn z.B. die Gymnasien wie gewohnt arbeiten).
Dazu werde ich ab Anfang Mai die Unterrichtsgebühren wieder per Lastschrift einziehen und bitte sehr um Eure Solidarität! Sollte jemand von Euch trotz aller wohlwollenden Versuche nicht am Unterricht teilnehmen können, bitte rechtzeitig per eMail Bescheid geben!!! Nichts ist für mich schlimmer als retournierte Lastschriften bearbeiten zu müssen. (Von den entstehenden doppelten Bankgebühren mal ganz abgesehen). Unsere Verträge laufen ganz normal bis mindestens 31.08.2020 weiter.



So, das war’s. Auf unsere neue Art der Zusammenarbeit freue ich mich sehr! Wir können auf diese Art und Weise für uns alle das Beste draus machen. Ihr seid von mir Qualität gewohnt und das soll auch so bleiben. Ich lasse nicht zu, dass ein doofer Virus das ändert!
Schrittweise in die Normalität!


Liebe Grüße,
Euer Jörg

Für meine Schüler: Message von Jörg :-)

Zwei Wochen sind vergangen, seit die Schüler nicht mehr zur Schule gehen dürfen. Und hier kommt jetzt mal ein Video-Statusupdate von mir.
Leider hatte ich mit meinem Internetprovider Pech und komme am Montag hoffentlich aus der Klemmsituation raus. Telekom hilft.

Hier ist ein Video, welches Informationen für Online-Konferencing enthält und ein paar (hoffentlich) interessante Fragen klärt. Viel Spaß beim Gucken:
MESSAGE VON JÖRG I:

Im Video hab ichs angesprochen – eine Fingerübung mit der C-Dur Skala zum Aufwärmen. Habe ich HIER ZUM DOWNLOAD hinterlegt.

Die Software für die Onlinekonferenzen kommt von der Firma ZOOM, da gibts für Handys eine kostenlosen ClientApp + für Desktop-/Laptoprechner eine ebenso kostenlose Client Lösung. Funktioniert lt. ZOOM auch über ein Browser-Plugin, ist aber dann qualitativ eingeschränkt.

Vorraussetzungen:
Am Besten bist Du aufgestellt, wenn Dein Rechner an einem LAN Kabel hängt (wLan macht Verzögerungen). Eine gute Bandbreite sollte Deine Internetverbindung ebenfalls aufweisen (meine ersten Tests mit 18Mbit DSL-Leitung scheiterten am Upload Stream, der im Moment situationsbedingt weit unter 1MBit liegt.)
Kopfhörer und ein vernünftiges Mikro solltest Du auch haben. Ich habe 3 verschiedene WebCam Mikros getestet, für Sprache ok, für Gitarre unbrauchbar).

Auch sollte ausreichend Licht vorhanden sein.
Ach ja, mein “Klassenzimmer” hat die ID 2309196720. Das ist MEIN registrierter Raum bei ZOOM (hier der Link zum Hersteller).

Viel Erfolg und dann bis demnächst,

Euer Jörg!

Wunsch und Wirklichkeit

Hallo Leute! Jetzt befinden wir uns also alle mittendrin, und meine wohlgemeinten Pläne für den Onlineunterricht sind nicht realisierbar. Wunsch und Wirklichkeit lassen sich nicht vereinbaren.
Zwar bastele ich seit 2014 an einer professionellen Lösung für den Onlineunterricht, aber trotz modernster Technik hat mir das Virus einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Der Plan

So habe ich jetzt also eine funkelnagelneue “Logitech Stream Cam” auf einen extra Monitor im Unterrichtsraum gebastelt. Und dazu zwei Kondensatormikrophone noch schnell von Thomann dazubestellt (die auch innerhalb 2 Tagen da waren!!!) um Videos / Onlineunterricht durchführen zu können. Auch die passende Internetleitung (100 MBIT) ist vorhanden … Software für virtual Classroom getestet und eingerichtet. Alle Wünsche erfüllt 🙂

Die Realität

Jaaaaa, alles prima. Womit ich allerdings nicht gerechnet hatte ist ein Zusammenbruch des Internets auf minimale Uploadrates seit letzter Woche Montag. M-Net fing sich gegen Abend wieder, Download (z.B. Filmstreaming am Abend) ist meist möglich. Uploadraten (die zum Senden von CamStreams oder Videoupload nötig sind) befinden sich bei uns weit unter 1 MBit. Vodafone (die schnelle Leitung) ist komplett abgetrennt, die Hotline so überlastet dass keinerlei Durchkommen möglich ist. Das ist dann der wirkliche Teil von “Wunsch und Wirklichkeit”

Praxis

Meine kleine Tochter macht brav Hausaufgaben per Internet (Microsoft Teams), ein Klassengespräch war möglich. Wenn man denn 5 Bilder pro Sekunde und Audioaussetzer im 10-Sekunden-Takt in Kauf nimmt 🙁 . Sogar die Aufgaben und Korrekturen kommen nach dem 5ten Mal GMail abrufen an! Yeeehaaa! )
Die große Tochter hatte gestern ein Webinar von L’Oreal. Über ADOBE CONNECT (also richtig teure, bewährte Software). Das war dann eher eine Diashow denn ein Filmstream …
Auch bei den “Großen” gibt es eine Differenz zwischen Wunsch und Wirklichkeit.

Jörg zu doof?

Soweit zu den Plänen und der Durchführung. Einige Kollegen in Pfaffenhofen haben wohl erfolgreich Online Unterricht durchgeführt. Vielleicht bin ich da ja zu empfindlich, aber nach ein paar Minuten Bröselton, Hoppelbildern und auch noch Bild-/Ton-Versetzern streikt mein Gehirn. Meine Art mit Euch zu arbeiten ist vielleicht intensiver … wir müssen uns gegenseitig auf die Finger gucken können UND uns gegenseitig gut hören. Sorry, aber alles andere ist in meinen Augen nur wasting time!
Unterricht über Skype? Echt ned.

Hilfsmaßnahmen

Nach einem längeren Telefonat mit einer Schülerin gestern abend kam heraus, es wäre vielleicht eine gute Idee, ein paar Übungen zum Download anzubieten. Ja, da hab ich schon was parat; ich hatte im Rahmen meines Kinder-Lernbuches einige Klassik-und Zupfübungen erarbeitet; die lege ich Euch zum Download auf meinen Webserver (HIER KLICKEN!!!). Vielleicht hilft das für’s erste. Auch mein YouTube-CrashKurs liegt parat, ich glaube für die Anfänger unter Euch sind da einige wertvolle Informationen drin!

Soweit, so gut. Sobald das Netz wieder halbwegs funktioniert werde ich Euch ein paar Videos basteln. Natürlich hat mich auch eine Bazille erwischt, die ich gerade mit Antibiotika niederkämpfe. Ich habe leider das Immunsystem einer Walnuss 🙁

Bleibt gesund

Gebt auf Euch acht, bleibt mit dem Hintern daheim und natürlich BLEIBT GESUND. Damit ich Euch nach der Krise wieder ordentlich zusammensch***** kann 🙂

COVID-19

Covid-19

Covid-19 und Musikunterricht am 16.03.2020: Liebe Schüler – nun hat es auch die Musikschulen erwischt; die Bundesregierung hat verfügt daß wir den Betrieb vorläufig einzustellen haben!
Also bitte, liebe Freunde, bleibt mit dem Hintern zuhause und lasst uns die schlimme Situation aussitzen!
Einerseits natürlich um Euch selbst nirgendwo anzustecken – aber hauptsächlich wegen Eures Umfeldes. BITTE DENKT AN DIE LEUTE UM EUCH HERUM!!!

Apell an Euch

An dieser Stelle möchte ich an Euch apellieren – viele von Euch haben Lohnfortzahlung oder sind zumindest imstande, eine Phase der Kurzarbeit oder des nicht-arbeiten-gehen-könnens unbeschadet überstehen zu können. LEIDER NICHT SO DIE FREIBERUFLER! Zwar hat die Regierung zugesagt, uns Künstler nicht im Stich zu lassen, aber wie und ob das dann funktioniert weiss wohl noch niemand so genau!

Ein paar Wochen keine Einnahmen zu haben kann viele von uns die Existenz kosten – drum bitte ich Euch SEID GNÄDIG! und besteht nicht auf Ausbezahlung des entfallenen Unterrichts oder auf Nachholung (denn das ist bei der abzusehenden Länge des Kontaktverbots einfach nicht möglich). WIR ALLE SIND AUF EUCH ANGEWIESEN!
Covid-19 und Musikunterricht funktioniert leider nicht zusammen.

Online-Unterricht

Ich arbeite an einer Online-Lösung für den Unterricht; bisher habe ich nur Software gefunden, die entweder ein passables Bild oder halbwegs passablen Ton liefert. Bereits 2014 hatte ich die ersten Modelle dazu ausprobiert, kurz und knapp: es funktioniert nicht für Instrumentalunterricht. Denn wir beide müssen uns gegenseitig gut sehen und gut hören können, damit das nicht in Zeitverschwendung endet!
Aber ich bleibe dran und klappere die Supporthotlines der Softwarehersteller durch! Versprochen! Bereits 2014 musste ich feststellen daß Deutschland nicht bereit für diese Art von Unterricht ist …

Schreibt mir gerne ein eMail, was Ihr davon haltet. Vielleicht kann ich ja auch ein paar Videos produzieren, die Euch beim Arbeiten mit der Gitarre helfen können? (eMail über den Menüpunkt “Kontakt”). Oder, wenn Ihr Lust habt, arbeitet meinen CrashKurs in YouTube durch – der ist nicht so ganz schlecht geraten, was die vielen Klicks ja wohl beweisen. Hier findest Du alle Teile:
JÖRGS CRASHKURS IN YOUTUBE

Bleibt mit dem Hintern daheim!

Vielen Dank für Euer Verständnis und Eure Kooperation in dieser schlimmen Ausnahmesituation. Bleibt mit dem Hintern daheim und vor allem BLEIBT GESUND. Ihr alle wisst, daß ich mich bei der Wahl zwischen “Panik haben” oder “nicht Panik haben” stets für “nicht Panik” entscheide – aber es ist tatsächlich bitterer Ernst geworden.

In den 52 Jahren, die ich auf dieser Welt bisher verbracht habe ist sowas nie vorgekommen. Ich schätze mal, das ist diesmal keine Lappalie. Lasst uns zusammenhalten und das Beste draus machen!

Euer Jörg

P.S.: Ihr könnt mir schon damit ein wenig unter die Arme greifen daß Ihr meine Musik hört, liked (Spotify, Amazon, iTunes etc.) – das gibt ein paar Cent Auszahlung über die GEMA. Oder aber vielleicht sogar meine langjährige Arbeit um meine Songs und Alben mit einem Kauf unterstützt … DANKESCHÖN!!!

Hier z.B. meine neueste EP – Jørg – SLIDE FUSION – (hier die Beschreibung dazu)
oder die erste Bluesrock-CD +++ zweite Bluesrock-CD
oder meine Solo-CD “Love!”

Vielen Dank!

Gitarre nicht stimmbar?

gitarre nicht stimmbar

Problem:
Deine Gitarre ist nicht stimmbar? Trotz Stimmgerät klingen die Akkorde “schief”?
Lösungen:

Neue Saiten aufspannen

1.) Neue Saiten aufspannen. Bei E-Gitarren oder Western-Gitarren ist das leichter; bei einer “Nylon-Gitarre” stehst Du als Anfänger vor ein paar Problemen. HIER DAS VIDEO DAZU. Denn gerade die hohen “Plastik”-Saiten (h oder e) rutschen beim Aufspannen gerne mal aus den vorgesehenen Bohrlöchern in der Mechanik!

Bundreinheit checken

2.) Die Bundreinheit stimmt nicht. Typisches E-Gitarren-Problem (habe ich allerdings auch schon bei einer in China gefertigten Klassik-Gitarre vorgefunden). Die exakte physikalische Mitte der Saite MUSS mit dem 12. Bundstäbchen übereinstimmen. Wenn sie das NICHT tut : bitte Profi aufsuchen!!!
So kannst Du es überprüfen: Saite leer genau stimmen, dann behutsam und gerade den 12. Bund spielen – Stimmgerät sollte den gleichen Ton anzeigen. Also “leer” z.b. ein “A”, auf den 12. Bund ebenso ein “A”.

Saitenabstand checken

Schau Dir mal den Abstand der Saiten in Höhe des 1. Bundstäbchens an. Sind das mehr als 1,5-2mm? Wenn ja, dann werden gegriffene Akkorde auf den ersten Bünden immer zu hoch klingen, wenn Du sie greifst. Bitte Profi aufsuchen und die Saitenlage am Sattel einstellen / kerben lassen! Das ist keine sehr aufregende Arbeit – trotzdem solltest Du ohne Erfahrung da nicht selber herumfeilen, da so eine Kerbe ganz schnell zu tief gerät. Dann ist in den meisten Fällen ein neuer Sattel fällig 🙂

Saitenandruck checken

3.) Du “verziehst” die Akkorde. Kontrolliere das bitte mal vor einem Spiegel; wenn Du siehst, dass z.B. bei einem C-Dur Akkord die Saiten NICHT parallel verlaufen, ziehst Du wahrscheinlich mit dem Arm nach “hinten”, um den nötigen Druck auszuüben. Hier beginnt der Job eines Profi-Gitarrenlehrers, der Dir bei diesem langwierigen Problem hilft. Der benötigte Druck sollte auch ein DRUCK werden, kein ZUG. (siehe Beitragsbild)

Vielleicht gibt es ja auch noch andere Erfahrungen zu dem Problem “Gitarre nicht stimmbar”. Lass es mich wissen!